Was kostet eine Homepage? Ehrliche Zahlen statt „Preis auf Anfrage“
Kaum eine Frage wird uns öfter gestellt – und kaum eine wird im Netz nebulöser beantwortet. Hier sind die echten Preisklassen, die wahren Kostentreiber und die Warnsignale bei Angeboten.
Die kurze Antwort
Eine professionell erstellte Unternehmens-Homepage kostet in Deutschland realistisch zwischen 1.500 und 10.000 Euro – die große Spanne erklärt sich durch Umfang, Individualität und die Frage, wer die Inhalte liefert. Dazu kommen laufende Kosten von etwa 5 bis 30 Euro monatlich für Domain, Hosting und gegebenenfalls Wartung. Alles darunter und darüber gibt es auch – und genau da lohnt sich der genaue Blick.
Was den Preis wirklich treibt
Umfang: Wie viele Seiten, wie viele Funktionen?
Ein Onepager ist schneller gebaut als zwanzig Unterseiten. Ein Kontaktformular ist Standard, eine Online-Terminbuchung, ein Kundenbereich oder Mehrsprachigkeit sind es nicht. Faustregel: Jede Sonderfunktion, die über „Informieren und Kontakt aufnehmen" hinausgeht, kostet spürbar extra – und sollte deshalb einen klaren Nutzen haben.
Individualität: Vorlage oder Maßarbeit?
Der größte Preisunterschied steckt hier. Eine angepasste Fertigvorlage ist günstig, sieht aber aus wie tausend andere und schleppt oft technischen Ballast mit. Individuelles Design kostet mehr, gehört dafür Ihnen allein und lässt sich exakt auf Ihre Kunden zuschneiden. Für die meisten Unternehmen ist der Mittelweg richtig: individuelles Design auf bewährter technischer Basis.
Inhalte: der unterschätzte Posten
Texte und Bilder machen den Unterschied zwischen einer Website, die überzeugt, und einer, die nur existiert. Wer professionelle Texterstellung und Fotografie einkauft, zahlt mehr – bekommt aber auch den Teil, an dem die meisten selbstgemachten Websites scheitern. Sparen Sie hier zuletzt.
Die typischen Preisklassen im Überblick
Unter 500 Euro: Baukasten in Eigenregie oder Vorlagen-Massenware. Kann für den allerersten Start reichen, stößt aber schnell an Grenzen – und die Zeit, die Sie selbst investieren, ist hier nicht eingerechnet.
1.500 bis 4.000 Euro: Die solide Unternehmens-Homepage vom Profi: individuelles Design, fünf bis zehn Seiten, saubere Technik, Grundlagen für Google. Für die meisten kleinen Unternehmen der richtige Rahmen.
4.000 bis 10.000 Euro: Umfangreichere Projekte: viele Unterseiten, professionelle Texterstellung, durchdachte Suchmaschinen-Strategie, Sonderfunktionen. Sinnvoll, wenn die Website aktiv Kunden gewinnen soll statt nur zu informieren.
Darüber: Portale, Shops, Individualentwicklungen – eigene Welt, eigene Kalkulation.
Die laufenden Kosten – oft vergessen, selten dramatisch
Domain (ca. 10–20 Euro/Jahr), Hosting (5–20 Euro/Monat), dazu je nach System Wartung und Updates. Bei WordPress-Seiten ist ein Wartungspaket sinnvoll, individuell programmierte Seiten kommen oft jahrelang ohne aus. Fragen Sie vor der Beauftragung konkret: Was kostet der Betrieb pro Jahr, und was kostet eine kleine Änderung? Die Antworten sagen viel über die Agentur.
Woran Sie ein faires Angebot erkennen
Ein seriöses Angebot nennt einen Festpreis, listet den Leistungsumfang nachvollziehbar auf, macht die laufenden Kosten transparent und beantwortet die Frage, wem am Ende was gehört: Domain, Inhalte und Website sollten Ihnen gehören, nicht dem Dienstleister. Misstrauisch sollten Sie werden bei Mietmodellen mit langen Laufzeiten, „Preis auf Anfrage" ohne Erklärung und allem, was zu gut klingt, um wahr zu sein.
Unser Fazit: Rechnen Sie auf die Lebensdauer
Eine ordentliche Homepage hält fünf bis acht Jahre. Eine Website für 3.000 Euro kostet auf diese Zeit gerechnet ungefähr so viel wie ein Handyvertrag – ist aber Ihr wichtigstes Schaufenster und arbeitet rund um die Uhr. Entscheidend ist nicht, die billigste Lösung zu finden, sondern die, die Ihnen über Jahre Anfragen bringt. Was das für Ihren konkreten Fall bedeutet, rechnen wir Ihnen gerne unverbindlich vor – alle Details auf unserer Seite Homepage erstellen lassen.
Der nächste Schritt nach der Preisfrage
Wenn das Budget grob steht, kommt die eigentlich schwierigere Frage: Wem geben Sie es? Der Preis allein sagt wenig über die Qualität einer Agentur – es gibt teure Enttäuschungen und günstige Volltreffer. Woran Sie seriöse Anbieter erkennen, welche Fragen Sie im Erstgespräch stellen sollten und welche Warnsignale einen Bogen verdienen, haben wir im Artikel Werbeagentur finden: 7 ehrliche Tipps zusammengefasst. Die Checkliste funktioniert für jede Agentur, ausdrücklich auch für uns. Prüfen Sie uns daran – wir bestehen den Test gerne.
Autor: Oliver Misch, Geschäftsführer enho.de – Werbeagentur aus Meckenheim (eine Marke der medienplus GmbH). Fragen zum Artikel? Schreiben Sie uns.
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