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Google-Unternehmensprofil einrichten: die Anleitung für Betriebe aus der Region

Kein Marketing-Werkzeug bringt regionalen Unternehmen so viel für so wenig Geld – nämlich gar keins. Hier ist die komplette Anleitung, vom Beanspruchen bis zur wöchentlichen Pflege-Routine.

Warum das Unternehmensprofil so wichtig ist

Wenn jemand in Meckenheim, Rheinbach oder Wachtberg nach „Elektriker in der Nähe“ oder „Zahnarzt Meckenheim“ sucht, zeigt Google ganz oben den Kartenkasten mit drei Unternehmen – noch vor allen normalen Suchergebnissen. Wer dort steht, bekommt die Anrufe. Und welcher Betrieb dort steht, entscheidet zu einem großen Teil das Google-Unternehmensprofil (früher „Google My Business“). Das Beste daran: Es kostet nichts außer ein bis zwei Stunden Einrichtung und ein paar Minuten Pflege pro Woche.

Schritt 1: Profil finden oder anlegen

Suchen Sie bei Google nach Ihrem Firmennamen plus Ort. In den meisten Fällen existiert bereits ein Profil – Google legt sie automatisch aus Verzeichnisdaten an. Steht dort „Inhaber dieses Unternehmens?“, klicken Sie darauf und beanspruchen Sie das Profil. Existiert keines, legen Sie unter business.google.com ein neues an. Die Bestätigung läuft je nach Branche per Postkarte, Telefon oder Video – planen Sie dafür ein paar Tage ein.

Schritt 2: Die Pflichtfelder – vollständig und exakt

Jetzt kommt der Teil, den die meisten Betriebe halbherzig erledigen und damit Sichtbarkeit verschenken. Füllen Sie alles aus:

  • Name: Exakt Ihr Firmenname – ohne angehängte Keywords wie „Malermeister günstig Bonn“. Das verstößt gegen die Richtlinien und kann zur Sperrung führen.
  • Kategorien: Der wichtigste Hebel überhaupt. Wählen Sie die präziseste Hauptkategorie („Dachdecker“ statt „Bauunternehmen“) und ergänzen Sie passende Zusatzkategorien für weitere Gewerke.
  • Adresse und Einzugsgebiet: Betriebe mit Ladenlokal geben die Adresse an, mobile Dienstleister ihr Einzugsgebiet – etwa Meckenheim, Rheinbach, Alfter, Bornheim, Swisttal und Bonn.
  • Öffnungszeiten: Aktuell halten, inklusive Feiertagen. Nichts kostet mehr Vertrauen als eine verschlossene Tür trotz „geöffnet“ bei Google.
  • Telefon und Website: Exakt dieselbe Schreibweise wie auf Ihrer Website – Konsistenz ist ein Rankingsignal.

Schritt 3: Leistungen und Beschreibung

Tragen Sie unter „Leistungen“ jede einzelne Leistung ein, die Sie anbieten – gern mit kurzer Beschreibung und Preisrahmen. Google gleicht Suchanfragen direkt damit ab. Die Unternehmensbeschreibung (750 Zeichen) sollte in normalem Deutsch sagen, was Sie tun, für wen und wo. Schreiben Sie sie so, wie Sie sich einem neuen Nachbarn vorstellen würden – nicht wie eine Broschüre.

Schritt 4: Fotos, die Vertrauen schaffen

Profile mit echten Fotos bekommen nachweislich deutlich mehr Anfragen. Was funktioniert: Außenansicht (damit man Sie findet), Innenräume, Team, Arbeiten und Ergebnisse. Was nicht funktioniert: Stockfotos und Logos als einzige Bilder. Smartphone-Qualität reicht völlig – Echtheit schlägt Hochglanz. Laden Sie zum Start zehn bis fünfzehn Bilder hoch und ergänzen Sie monatlich ein, zwei neue.

Schritt 5: Bewertungen – die Routine, die alles verändert

Bewertungen beeinflussen Ihr Ranking im Kartenkasten und die Entscheidung jedes Interessenten. Der Aufbau ist unspektakulär: Bitten Sie nach jedem gelungenen Auftrag persönlich um eine Bewertung und machen Sie es einfach – Google stellt Ihnen dafür einen direkten Link bereit, den Sie per Nachricht verschicken können. Antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf kritische: sachlich, lösungsorientiert, ohne Rechtfertigungsschlacht. Und lassen Sie die Finger von gekauften Sternen – das fliegt auf und der Schaden bleibt.

Schritt 6: Die 10-Minuten-Wochenroutine

Einmal eingerichtet, lebt das Profil von kleinen, regelmäßigen Signalen: ein Beitrag pro Woche (ein Projektfoto mit zwei Sätzen genügt), neue Bewertungen beantworten, Fragen im Q&A-Bereich beantworten, Öffnungszeiten bei Änderungen anpassen. Zehn Minuten pro Woche – mehr braucht es nicht, um vor den Wettbewerbern zu bleiben, die ihr Profil seit 2023 nicht angefasst haben. Und das sind die meisten.

Häufige Fehler, die Sichtbarkeit kosten

Aus unserer Praxis die Klassiker: unterschiedliche Firmendaten auf Website, Profil und in Verzeichnissen (Google mag Eindeutigkeit), die falsche oder zu allgemeine Hauptkategorie, gar keine oder uralte Fotos, unbeantwortete Bewertungen und doppelte Profile aus alten Zeiten, die sich gegenseitig Konkurrenz machen. Jeder dieser Fehler ist in unter einer Stunde behoben – man muss ihn nur kennen.

Und wenn es mehr sein soll

Das Unternehmensprofil ist der Einstieg in lokale Sichtbarkeit, nicht das Ende. Wie es weitergeht – eigene Leistungsseiten, technische Grundlagen, regionale Verlinkung – beschreibt unser Leitfaden zum Google-Ranking. Und wenn Sie das Thema lieber komplett abgeben: Genau dafür gibt es unsere SEO-Betreuung für die Region, bei der das Unternehmensprofil selbstverständlich dazugehört.

Autor: Oliver Misch, Geschäftsführer enho – Werbeagentur aus Meckenheim (eine Marke der medienplus GmbH). Fragen zum Artikel? Schreiben Sie uns.

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